Am letzten Mittwoch endete die erste Phase unserer Flip Koch-Challenge und die fünf Gewinner stehen fest (wie Ihr vielleicht auch bei Jan schon gesehen habt). Bei der Auswahl der Sieger ist uns das Wasser im Mund zusammengelaufen. Denn die Teilnehmer haben sich alle Mühe gegeben und uns kreative und ausgefallene Rezepte zugeschickt. Wie bereits hier angekündigt, hat das Flip Team gemeinsam mit Kochblogger Jan Theofel die drei besten Rezepte gekürt. Jeweils eine Flip Video MinoHD erhalten demnach die folgenden drei Meisterköche (ihre Rezepte könnt Ihr sehen, wenn Ihr auf die Namen der Gewinner klickt):
- Platz 1: Christoph Elben mit einem durchdachten Vier-Gänge-Menü
- Platz 2: Norbert Hayduk mit einem schönem Erdbeerthema und liebevollem Blogpost
- Platz 3: Paul Fritze mit einem tollen Rezept, gut beschrieben und bebildert
Außerdem dürfen sich zwei weitere Gourmets über eine Flip freuen: Mit Hilfe von Random.org haben wir alle Teilnehmer in einen Kochtopf geworfen, einmal ordentlich umgerührt und folgende zwei Gewinner mit der Kelle herausgefischt:
- Wildcard 1: Karina Zinger mit ihrem Valentinsrezept für den besten Mann der Welt
- Wildcard 2: Andreas Hallerbach mit ausgefallenen Bratspießen in Zuckerwatte

Nachdem die fünf Flips bereits auf dem Weg zu ihren Gewinnern sind, erklären wir euch schnell, wie es nun weitergeht. In Phase zwei der Flip Koch-Challenge gilt für die Gewinner das Gleiche wie für alle anderen Teilnehmer: Auf die Löffel, fertig, filmen!
Denn um den Hauptpreis unserer Challenge – das romantische Wochenende im Wellness-Hotel – zu gewinnen, müsst Ihr eure Kochkünste mit einer Kamera festhalten und das fertige Video bis zum 22.02.10 auf unserem YouTube-Channel hochladen*.
Anschließend veröffentlichen wir alle Videos hier auf dem Blog und lassen unsere User über die besten Köche abstimmen. Alle Details zum Ablauf könnt Ihr auch noch einmal hier nachlesen.
Also: Schwingt die Kochlöffel und filmt, was das Zeug hält – wir freuen uns schon auf jede Menge Videos eurer Kochkünste!
Eurer Flip Video Team
* Die Zugangdaten bitte bei uns per Mail an kochchallenge@talkabout.de abfragen.
Hier geht es zu den Rezepten
Platz 1: Christoph Elben mit einem durchdachten Vier-Gänge-Menü
Platz 1: Christoph Elben mit einem durchdachten Vier-Gänge-Menü
Aperitiv:
Granatapfel Cocktail
6 Teile Granatapfelsaft
2 Teile Wodka
1 Teil Orangenlikör
Meine Süße steht auf Granatäpfel und der Cocktail ist genau das Richtige!
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Vorspeise:
Avocado-Lachssalat
Es reicht eine Avocado und Räucherlachs, das alles auf einem Großen Servierteller angerichtet wirkt immer großartig, auch wenn es einfach ist. Als Dressing bietet sich ein Joghurtsenf Dressing an.
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Hauptgang:
Gebratene Entenbrust mit Himbeersauce
4 Entenbrustfilets
2 TL Meersalz
2 TL + 2 TL Zimt
4 EL Demerara Zucker
100 ml Rotwein
4 EL Créme de Cassis (Johannisbeerlikör)
1 EL Speisestärke
100 g frische Himbeeren
Mit einem Messer die Haut der Entenbrustfilets einritzen, dabei nur durch die Fettschicht, jedoch nicht durch das Fleisch schneiden.
Eine große Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen.
Die Entenbrustfilets mit der Hautseite nach unten in die Pfanne geben und ca. 10 Minuten anbraten, bis die Haut gebräunt ist und das Fett heraustritt. Filets aus der Pfanne und das meiste Fett wegschütten. Die Entenfilets zurück in die Pfanne, diesmal mit der Haut nach oben und nochmal 10 Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen und auf ein Backblech legen.
Das Meersalz mit Zimt und Zucker vermischen und auf die Hautseite der Entenbrustfilets streuen.
Das meiste Fett aus der Pfanne schütten, nur ein bisschen in der Pfanne zurücklassen.
Den Rotwein, Créme de Cassis und Speisestärke in einer Schüssel verrühren. In die Pfanne gießen und unter ständigem Rühren 3 Minuten kochen, bis die Sauce eingedickt ist. Himbeeren hinzufügen und eine Minute erhitzen.
Die Entenbrustfilets ca. eine Minute in der Pfanne mit der Sauce anbraten bis der Zucker karamellisiert ist. Das Fleisch in hauchdünne Scheiben schneiden und mit der Sauce beträufelt servieren.
Platz2
Platz 2: Norbert Hayduk mit einem schönem Erdbeerthema
Norbert beschreibt in seinem eigenen Blog äußerst liebevoll, wie er sich das perfekte Valentinstags-Dinner vorstellt. Kreativer geht’s kaum!
„Bei Jan habe ich von diesem Wettbewerb zum Valentinstag erfahren. Mal ganz abgesehen davon, dass es etwas zu Gewinnen gibt, fand ich die Idee gut. Also hieß es Gedanken machen. Was verbindet man also mit Liebe und Essen. Das Erste sind glaube ich Erdbeeren? Geht es euch auch so?
Damit war der Nachtisch klar: Erdbeer Sorbet, was sonst? Damit es nicht so typisch wird und ich einen Schein der Kreativität bewahren kann würde ich das klassische Sorbet als himmlisch und höllisch zubereiten. Heisst im Klartext, dass ich es mit Chili und Zartbitterschokolade verfeinere. Das wird harmonieren. Gebe ich meine Hand ins Feuer.
Vorspeise ist auch eine dankbare Angelegenheit. Bin ein großer Fan von Rauke, die etwas Bitter schmeckt. Die Süße von geviertelten Erdbeeren ergänzt es perfekt. An der Stelle bin ich schon mal in Versuchung diese Vorspeise mit etwas Wallnussöl zu beträufeln und sie so zu belassen. Nach kurzem hin und her erliege ich dieser Versuchung. So wird es bleiben. Na gut, weil ihr es seid wird noch etwas Limmettensaft darüber gegeben und vielleicht irgendetwas Geröstetes. Aber nur vielleicht, das war kein Versprechen.
Aber was haben verdammt Erdbeeren in der Hauptspeise zu suchen? Da muss ich kurz nachdenken. Es soll schon ausgewogen bleiben. In Marmelade eingelegter Schweinebauch wäre nicht wirklich das Richtige. Plötzlich sehe ich ein Hähnchen vor mir. Valentinstag? Liebe? Tit…, ähm Brüste meine ich, ich meine Hähnchenbrüste sind lecker und nicht zu schwer. Sie werden mit Frischkäse-Erdbeermus-Spinat-Masse gefühlt. Wie so ein Blaues, nur anders.
Rotwein-Erdbeersauce darüber, das ist schon klar. Nudeln? Kartoffeln? Nein, wir nehmen Basmatiduftreis als Beilage, etwas Konträrprogramm kann nicht schaden, wenn ich eine nussige Note durchhalten will kommt Sesam rein. Yeah, jetzt habe ich es: Gemüse kommt mir nicht aus der Tüte. Wir nehmen flambierte Erdbeeren dazu. Dürfte nicht zu schwierig sein (noch nie gemacht), die Teile in Limmettensaft, dann Rohrzucker darüber, etwas flambieren, fertig.
Na da bin ich gespannt, wie die Jury über mich befindet.“
Ganz klar: Recall!
Platz3
Platz 3: Paul Fritze mit einem tollen Rezept, gut beschrieben und bebildert auch in seinem Blog.
Spargel-Risotto mit Zuckerschoten auf Rote-Beete-Carpaccio mit süßem & scharfen Thunfisch
180 g Risottoreis
1 EL Parmesan
1 rote Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
1 Glas Weisswein
1 Hand voll Zuckerschoten, längs geschnitten
Spargelbrühe
200 g Thunfisch, gewürfelt
Abrieb einer halben Zitronenschale
1 Stück Schale der Zitrone
1 getrocknete Chili
3 Korianderkörner
Blätter von drei Zweigen Thymian
100 g getr. Cranberries
2 Gläser Rotwein
1 EL Honig
1 Sternanis
1 große Rote Beete
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico
(Zutaten für zwei Teller)

Als erstes macht man die scharfe und die süße Soße. Die Süße zuerst: Man gibt den Rotwein mit der Hälfte der Zwiebel, den Cranberries, dem Honig, dem Sternanis und ein wenig Salz in einen Topf und lässt den Rotwein auf niedriger Hitze einreduzieren. Das Stück Zitronenschale, was man einfach mit einem Sparschäler von der Zitrone abziehen kann, gibt man nur für die letzten Minuten dazu. Wenn der Wein fast vollständig einreduziert ist, fischt man die Zitronenschale und den Sternanis wieder hinaus und mixt die Masse mit dem Zauberstab einmal durch. Eventuell muss man mit Honig/Salz eine wenig nacharbeiten.
Die scharfe Soße wird im Mörser gemacht, dazu gibt man die Chili mit dem Koriander, Salz und ein bisschen Pfeffer in den Mörser und verarbeitet alles zu einem feinen Pulver. Dann den Zitronenabrieb, die Hälfte des Thymian und ein wenig Olivenöl dazugeben und alles zu einer flüssigen Paste verrühren.
Nun setzt man für das Risotto den Knoblauch mit der Hälfte der roten Zwiebel in Olivenöl auf. Bei mittlerer Hitze lässt man alles glasig werden und gibt dann den Reis für ein paar Minuten dazu und rührt vorsichtig um. Dann wir das Gemisch mit dem Weißwein abgelöscht und der Wein reduziert ein. Danach gibt man nach und nach warme Spargelbrühe hinzu. Ich habe da noch einige Vorräte aus der letzten Spargelsaison im vergangenem Jahr im Tiefkühlfach. Man bekommt die Brühe aber auch zu kaufen. Die Brühe gibt man solange hinzu, bis der Reis fast fertig ist. Dann kommt der Parmesan hinzu und auch die Zuckerschoten. Alles unterheben und den geschlossenen Topf von der Hitze nehmen. Der Rest, also das letzte Garen des Risotto und das garziehen der Schoten passiert jetzt mit der Hitze im Topf, da braucht es keine Herdplatte mehr. Eventuell noch ein bisschen Salz vor dem anrichten hinzugeben.
In der Zeit in der das Risotto zieht kümmert Ihr Euch um das rote-Beete-Carpaccio. Dazu schält Ihr die rohen Rote Beeten so rund wie es geht und hobelt Euch dann feine runde Scheiben hinunter, Diese Scheiben werden vorsichtig mit Salz & Pfeffer, der anderen Hälfte des Thymian und einem Schuß Balsamico mariniert.
Jetzt muss nur noch der Thunfisch gemacht werden. Dazu legt Ihr die mit Olivenöl eingeriebenen Thunfischwürfel in eine Grillpfanne und brät diese 30-40 Sekunden auf große Hitze. Nur so lang, bis ca. ein drittel des Fisches weiße Farbe annimmt. Raus aus der Pfanne, wenig auf der Bratseite mit dem Grillmuster salzen und einfach auf einem Brett ruhen lassen.
Für das Anrichten nehmt Ihr Euch einen Teller und legt dort kreisförmig die Scheiben der Rote Beete aus. In die Mitte kommt ein Klecks von dem nun durchgezogenen Risotto. Darauf legt Ihr den Thunfisch und gebt auf die Stückchen abwechselnd ein paar Tropfen der Soße.
Bleibt mir nur noch eins: Einen schönen Valentinstag und lasst es Euch schmecken!
Karina Zinger
Wildcard 1: Karina Zinger mit ihrem Valentinsrezept für den besten Mann der Welt
Vogelmilch – Torte
1 Pk Biskuit Tortenboden (z.B. Lieken Urkorn – Wiener Boden)
Für die Buttercreme:
1 Pk Vanillepudding
300 g weiche Butter
1/2 TL Brandy
Für die Füllung:
20 g Gelatine
3 St Eiweiß
50 g Wasser (für Sirup)
150 g Wasser (für Gelatine)
180 g Zucker
Kuchenglasur, Schokolade

BUTTERCREME:
Pudding kochen und erkalten lassen.
Butter (Zimmertemperatur) in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät (Rührbesen) schaumig rühren.
Pudding esslöffelweise unter die Butter geben und glatt rühren.
Brandy unterrühren.
FÜLLUNG:
Die Gelatine 40 min.im Wasser einweichen und bei niedriger Hitze ganz auflösen .
Aus Wasser und Zucker einen Sirup kochen.
Gleichzeitig die Eiweiße zu Eischnee schlagen, dann den Zuckersirup in einem dünnen Strahl in die Eiweissmasse fliessen lassen.(Dabei immer weiter schlagen, bis das Eiweiß abgekühlt!!!)Am Ende die Gelatine vorsichtig unterheben.
Mit 1/4 Buttercreme vorsichtig unterheben.
Den unteren Boden im Tortenring einspannen. Die Buttercreme draufstreichen. Den zweiten Boden auflegen, dann Füllung verteilen und ganz festwerden lassen.
Nun die Glasur über die feste Füllung geben und ganz auskühlen lassen, am Besten im Kühlschrank.
Nun die Glasur über die feste Füllung geben und ganz auskühlen lassen.
Etwas zeitaufwendig, aber die Mühe lohnt sich.
Andreas Hallerbach
Wildcard 2: Andreas Hallerbach mit ausgefallenen Bratspießen in Zuckerwatte
Bratspieße aus Hühnchen-Teriyaki in Zuckerwatte mit molekularem Salat

„Ein Gang (die Bratspieße), bei dem ich schon ewig vorher anfangen musste, ihn immer wieder anzubringen, bis Frau Bü das “OK” gegeben hat. Irgendwie findet sie das Bild im Originalrezept eklig. Ok, eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Holzstamm, der von irgendeinem Getier eingesponnen wurde ist nicht zu leugnen, trotzdem läuft mir beim Anblick das Wasser im Mund zusammen.
Noch viel mehr, seit ich weiß, wie lecker es wirklich ist. Sehr sehr lecker. Sagt übrigens auch Frau Bü. Darum wird es wohl heute Abend nochmal so Spieße geben, da noch genug Fleisch und Sauce übrig ist und auch die Zuckerwattenmaschine (die auch schon Silvester 2007 zum Einsatz kam) noch bereit steht. Huiuiui!
Auf meinen Fotos sieht die Watte übrigens nicht ganz so toll aus, da sie an dem heißen Fleisch schnell zusammengeschrumpelt ist, ich nehme also mal an, dass sie beim Rezept entweder viel schneller das Foto gemacht haben, oder kaltes Fleisch genutzt haben, was ich aber nun nicht machen würde. Außer für ein Foto…
Der Salat war dann auch molekular, wieder die Kaviar-Kügelchen, diesmal mit Petersilie- und Zwiebel-Geschmack. Der (rote) Gemüsesaft hat das Alginat nicht vertragen und ist dickflüssig geworden, was aber nicht so schlimm war. Auch nichts, was ich wiederholen würde.
Hier das Rezept.“


